Christliche Zeichen setzen

Unser traditioneller Weihnachtsmarkt wurde zur Berücksichtigung fremder Ideologien zum Wintermarkt deklariert. Sind wir denn nicht mehr dazu in der Lage, unsere christliche Kultur zu behaupten? Wiegt das „politisch korrekt“ benannte Jahresendgeschäft schwerer als eine erhellende Botschaft, die sich hinter Advent und Weihnachten verbirgt? Und was denken wir uns dabei, wenn festliche Märkte mittlerweile mit Betonpfeilern gesichert werden müssen?

Die Rituale der Adventszeit erinnern daran, dass die besinnliche Zeit ein herzerwärmendes Feuer entzünden kann. Unser persönlicher Lebensbaum wird mit jedem Jahr um erhellende Erfahrungen bereichert, die in stillen Winternächten zur erleuchtenden Erkenntnis reifen können. Die Rückbesinnung auf wahrhaftige Werte und die Erkenntnis des eigenen Selbst weihen uns ein, wie mit den wichtigen Dingen des Lebens besser umzugehen ist. Wie ein unsichtbares Kreuz abgelegt werden kann, das uns manche Lasten des Alltags aufzwingt.

Die deutsche Gesellschaft hat bewiesen, dass sie notleidenden Flüchtlingen helfend beiseite steht, was einer christlichen Haltung zu verdanken ist, die uns zur beherzten Nächstenliebe auffordert. Dies betrifft auch die Armen und Schwachen der eigenen Heimat. Die Fiktionen des deutschen Wohlstands dürfen nicht übersehen, dass die harten Konkurrenzkämpfe des internationalen Business auch im eigenen Land für unfreiwillige Nöte sorgen können.

Christliche Rituale erinnern in ihrer Symbolik an die Aspekte des geistigen Lichtes, der Kraft des Herzens und der Unvollkommenheit des Fleisches. Sie erinnern an ein Brot, das sich im Teilen mehrt, um unserem Seelenheil und Wohlsein zu dienen. An die Notwendigkeit, dem Leben mit Bewusstheit und gegenseitiger Rücksichtnahme zu begegnen, da das Wirken des Einzelnen stets im ganzheitlichen Bezug zur kollektiven Einheit steht.

Christian Rudolf Schreiber

Bevor wir Begriffe aus unserem Alltag streichen, sollten wir ihre wegweisende Bedeutung gewissenhaft prüfen. Etablierte Rituale, das lebendige Wort und alte Erzählungen verfügen über eine aufklärende Informationstiefe, deren Sprache leider weitgehend verlernt wurde. Doch noch immer gilt unverändert: „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“.

Es gerät zunehmend ans Tageslicht, wer sich zum Missbrauch und Eigennutz willkürlich über die Würde, Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen erhebt. Diese Anmerkung sollte denen in den Ohren klingen, die in ihrer Überheblichkeit glauben, dass ihr dunkles Treiben unbemerkt bliebe. Wir sehen eine Aufgabe darin, den Menschen wahrhaftige Alternativen und erstrebenswerte Perspektiven zu bieten. Entscheidend ist der Wille des Volkes…

 

Christian Rudolf Schreiber

Bayerischer Landesvorsitzender

– DIE VIOLETTEN –

 

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