Gedanken zur Anschlagserie – der Juli 2016 in Deutschland

Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach… eine Kette von Gewalttaten zieht sich derzeit durch Deutschland, deren Ende nicht absehbar ist. Eine Serie, die sich um weitere Geschehnisse verlängern lässt: durch Ereignisse, die im auferlegten Stillschweigen der Medien und Behörden nicht immer an die Öffentlichkeit kamen, in ihrer Fatalität dennoch für Entsetzen sorgten. Wie konnte es soweit kommen, dass wir mittlerweile unseres Lebens nicht mehr sicher sind, sobald wir uns vor die eigene Haustür begeben?

Zweifellos wird derzeit eine Angst geschürt, die von Menschen verursacht wird, die in ihrer Geisteshaltung vor nichts zurückschrecken und allem Anschein nach nichts mehr zu verlieren haben. Es steht außer Frage, dass die fortschreitenden Eskalationen auf Fehlentwicklungen zurückzuführen sind, die in vielen Ländern dieser Welt für desolate Schräglagen und eine Entwertung des menschlichen Daseins sorgten. Einige Ideale, die ihren Wert einer Existenz am Wohlhaben oder Ertragswert messen, scheren sich nicht mehr viel um das Wohlsein des Nächsten. Andere wirken fanatisch dominierend, oder verdrängen ignorierend, um das hierdurch entstandene Defizit auszugleichen. Mit den aktuellen Entwicklungen könnte uns Einiges vor Augen gehalten werden, das uns die übliche Medienpolitik nicht näherbringt, jedoch mehr als dringend zum Umdenken auffordert!

Die Mitglieder der violetten Partei können derzeit nichts anderes tun, als jedem Betroffenen und Hinterbliebenen ihr tiefes Mitgefühl zu bekunden, was in dieser schweren Zeit leider keine Erleichterung bringen kann. Wir müssen wie jeder andere auch die Ohnmacht ertragen, solchen Unmenschlichkeiten hilflos gegenüber zu stehen. Doch diese bekräftigen unsere Überzeugung, den entmenschlichenden Ursachen derartiger Entwicklungen auf der politischen Ebene sehr entschlossen zu begegnen. Dies soll nicht nur für unsere deutsche Heimat gelten, sondern den globalen Friedensprozess in einzigartiger Weise unterstützen, indem wir uns gezielt für neue Standards einsetzen werden, die ein friedfertiges Miteinander ermöglichen können. Die nötigen Voraussetzungen hierfür sind vorhanden und methodisch umsetzbar, doch wir benötigen hierfür auch das Vertrauen und die Unterstützung unserer Wähler.

Unsere Welt kann es sich nicht länger leisten, dass weite Teile des Erwirtschafteten in bodenlose Strukturen fließen, die in einer umfassenden Überwachung, der erzwungenen Aufrechterhaltung von Sicherheit und dem Schutz einer elitären Kontrollebene münden. Nicht der kalte Intellekt, oder das Ergebnis einer seelenlosen Logik, sondern die umfassende Rücksichtnahme für natürliche menschliche Bedürfnisse haben nach unserer Auffassung das letzte Wort zu sprechen. Im Streben nach weltweitem Frieden und kooperativer Vereinigung neue Zeichen zu setzen, ist unsere angemessene Antwort auf eine Historie, die unserem Volk noch immer als alte Schuld angelastet wird. Diese kann nicht durch eine fehlgeleitete Flüchtlingspolitik gesühnt werden, die unser angeschlagenes soziales Gefüge bis zum Zusammenbruch in die Knie zwingt und hierdurch die Möglichkeiten für weitere Hilfeleistungen erschöpft. Einer Fluchtursache ist am besten zu begegnen, bevor diese zu Keimen beginnt!

Nicht nur ein radikaler Fanatiker, sondern auch der durchschnittliche zivilisierte Mensch, unterliegt dem Glaubensbild seiner verinnerlichten Überzeugungen. Kann für ihn das einzig Wahre darin zu finden sein, die menschliche Würde an den materiellen Errungenschaften eines unersättlichen Marktes zu messen, von dem immer weniger Menschen profitieren können, während unfreiwillige Assimilationen auf Umwegen durch seine Abgaben finanziert werden? Wird es noch wahrgenommen, dass das menschliche Dasein für einen Scheinwert des Geldes zu einem routinierten Funktionieren reduziert wird, das immer mehr dem mechanischen Dasein eines Maschinenwesens ähnelt? Der neueste Spiele-Hit namens „Pokemon Go“ spiegelt uns heute ein Extrem der mentalen Fremdbestimmung wieder, in der Flut der Medien ist diese kaum noch wahrnehmbar. Minderwertige geistige Nahrung sorgt auf sehr subtile Weise für ebensolchen Durchfall!

Unter den westlichen Ideologien entwickelt sich allerdings ein anderer Fanatismus, wenn eines Tages eine Grenze erreicht wird, an der es unter anhaltender Existenzangst, oder aufgrund psychosomatischer Symptome nichts mehr zu verlieren gibt. Dieser wird dann bevorzugt dort ausgetragen, wo idealerweise niemand hinsieht, oder offiziell geschädigt wird. Damit vom Versagen der Autoritäten niemand etwas mitbekommt und der Anschein von Zivilisation gewahrt bleibt… oder wurde hier einfach nur „vorbildlich erzogen“?

 

von Christian Rudolf Schreiber

 

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