Kommentar zur Vogelgrippe von Matthias Pfender

Viren und wirklich gefährliche Lebewesen

Kommentar zur Vogelgrippe von Matthias Pfender

Ein aus meiner Sicht wesentlicher Anteil am Vogelsterben wird in kaum einer Veröffentlichung zu diesem Thema erwähnt:
Die Menschen haben in den letzten Jahrzehnten den Lebensraum von allen Tieren drastisch verkleinert und einstmals zusammenhängende Gebiete durchschnitten. Sie haben den ohnehin schon stark eingeschränkten Lebensraum darüber hinaus noch massiv mit Abgasen, Giften und Lärm belastet.

Die Tiere sind schon seit Jahren einem ständig steigenden Stress ausgesetzt. Jeder Mediziner wird unbesehen bestätigen, dass ein derartiger Stress nicht ohne schwächenden Einfluss auf das Immunsystem bleiben kann. Bei den Zugvögeln kommen noch die Strapazen von einem manchmal mehrere tausend Kilometer langen Flug dazu. Auch unterwegs finden sie kaum mehr ungestörte Rastplätze, sauberes Wasser und unbelastete Nahrung.

Einen „gefährlichen“ Virus zu vermuten – da ist die Verantwortung für den Umgang mit unseren Lebensgrundlagen und unseren Mitgeschöpfen komfortabel weit weg. Wir können weiterhin in unserer wohligen Behaglichkeitszone bleiben. Es genügt, einen Virus zu bekämpfen oder ganze Tierbestände zu töten.

Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise muss bei dieser „Lösung“ nicht in Frage gestellt oder gar verändert werden. Die Angst vor dem Virus überlagert gut die Notwendigkeit, endlich die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier wirklich zu achten und wirksam zu schützen.

Oder um aus dem Buch E.T. 101 zu zitieren:
„Wir haben festgestellt, dass Ihre Vorstellung von Intelligenz und unsere Vorstellung von Intelligenz kaum etwas miteinander zu tun haben. Zum Beispiel bezeichnen Sie sich gern als intelligente Spezies; dabei sind Sie gefährlich nahe daran, Ihren Planeten für alles außer Asphalt unbewohnbar zu machen. Sie haben es auch geschafft, sich in der Liste bedrohter Arten selbst an die erste Stelle zu setzen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass jeder Virus seine Situation besser begreift. Ein Virus löscht seine Umgebung ausschließlich bei dem wohlkalkulierten Versuch aus, das eigene Leben zu erhalten.“

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