Tiefes Bedauern

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Wir trauern über die Opfer bei den Anschlägen in Paris und mit ihren Angehörigen.

Fühle, wie wir liebend blicken,
In die Höhen, die dich jetzt
Hin zu andrem Schaffen rufen.
Reiche den verlass‘nen Freunden
Deine Kraft aus Geistgebieten.

Höre unsrer Seelen Bitte,
Im Vertraun dir nachgesandt:
Wir bedürfen hier zum Erdenwerk
Starker Kraft aus Geistes-Landen,
Die wir toten Freunden danken.

Eine Hoffnung, uns beglückend,
Ein Verlust, der tief uns schmerzt:
Lass‘ uns hoffen, daß du ferne-nah
Unverloren unsrem Leben leuchtest
Als ein Seelen-Stern im Geistbereich.

Rudolf Steiner (1861-1925)

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Kommentare (5)

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  1. Christina Diggance sagt:

    Es mag schwer sein, auch um die Täter zu trauern. Und gerade deshalb traure ich um sie.
    Ich traure um diese Menschen, die so verletzt und vom Leben abgeschnitten sind, dass sie über Leichen geh’n. Sie brauchen unser Mitgefühl und unsere Liebe wohl nicht minder, sondern eher mehr, als die Opfer ihrer Taten.

  2. Jason Diggance sagt:

    Hallo,
    ich bin zwar nicht in dieser Partei und mit meinen 14 Jahren wahrscheinlich auch noch viel zu jung, ich möchte allerdings trotzdem etwas zu diesem Thema sagen. Sollten sie eben gelesen haben, dass ich 14 Jahre „jung“ bin und denken ich hätte doch so oder so keine Ahnung von dem allem, dann bitte ich sie, lesen sie trotzdem. Weiter…

    Es werden Jeden Tag hunderte oder gar tausende Menschen in Kriegsländern wie dem Irak oder Syrien getötet. Und trotzdem wird darüber kaum berichtet oder geredet. Jetzt waren da diese Anschläge in Paris bei denen um die 100-200 Menschen getötet wurden und die ganze Welt berichtet darüber und zeigt Mitleid. Ich habe zwar auch irgendwo Mitleid mit den Angehörigen, finde die ganze Aufregung aber doch etwas übertrieben. Natürlich ist das ganze schlimm und es geht einem nahe, aber das was dort in Paris war, passiert eben auch ständig in anderen Ländern und trotzdem geht es vielen Leuten nicht gerade nahe…

    Bevor das hier noch ausartet, beende ich meinen Kommentar hier.
    Ich möchte noch mal sagen, dass auch Jugendliche wie ich, sehr wohl Ahnung von alle dem haben. Zwar ist das die wahrscheinlich nicht unbedingt die große Mehrheit, aber wenigstens gibt es Leute die sich darüber Gedanken machen. Auch ich habe von vielen Leuten aus meiner Schule änliches gehört, von denen ich so etwas nie erwartet hätte. Ich könnte noch so viel mehr zu diesem Thema sagen, aber das wäre mit ziemlicher Sicherheit zu viel.
    Ich möchte den Zweiflern danken, dass Sie bis zum Ende gelesen haben.
    Anschließend möchte ich auch noch sagen, dass es nicht die Tat an sich ist, sondern das Warum und das verstehen schließlich nicht nur wir nicht sondern auch die Erwachsenen verstehen das Warum nicht, auch wenn viele glauben es zu wissen…

    • Christina Diggance sagt:

      Ja, du bist jung Jason. Das ist gut so. Viele von „UNS“ sind alt. Manchmal denke ich, ZU alt. Zu alt, um ihre Stimme zu erheben, zu alt um sich zu erheben. Und zu alt, um der Jugend Platz zu machen. Herbert Grönemeyer singt: „Kinder an die Macht!“ Warum wohl? Weil er schon vor vielen Jahren erkannt hat, dass diese Welt von alten, trägen, verbitterten Menschen regiert wird.
      Danke Jason, dass du deine Stimme erhebst!
      Gerne mehr von dir und auch deinen Freunden:-)))

    • n. sagt:

      Hi Jason,

      Ich finde es toll von dir, dass du dich traust etwas dazu zu sagen. Mir war die Politik mit 14 recht egal. ich hatte dafür keinen Kopf und es war mir alles zu kompliziert. Vielen meiner Generation ebenfalls. Was ich mittlerweile sehr bedauere.

      Ich gebe dir vollkommen Recht. Es passieren jeden Tag schlimme Dinge auf der Welt. Dazu gehört nicht nur der Terror. Umweltkatastrophen, Hunger, Krankheiten, Kriege und leider noch vieles mehr.
      Politik und Medien sind nicht einfach und auch nicht einfach zu verstehen. Genauso wenig die Gefühle und das Mitleid der Menschen.
      Zu Paris kann man nur sagen, dass es schlimm war und hier so viel darüber berichtet wurde, da es uns selbst schon fast betrifft. Was in anderen Ländern passiert, ist eben sehr weit weg. Es ist nicht unmittelbar vor unserer Haustür. Diese Bilder können Menschen leichter verdrängen.
      Es ist nicht richtig, dass sich nur an vereinzelten Themen und Katastrophen aufgehangen wird. Da stimme ich dir zu. Es müsste viel mehr „Weltaufklärung“ betrieben werden. Leider sind wenige Menschen bereit, sich die Mühe zu machen, um sich richtig zu informieren, geschweige denn sich für etwas einzusetzten oder zu helfen.

      Ich hege gerade Hoffnung. Wenn mehr nur ansatzweise so denken würden wie du, kann es mit der Menschheit nur besser werden.
      Erhalte dir deine Motivation und stecke andere damit an. Womöglich könnt ihr in der Schule schon mal zu einem Thema, dass euch bewegt etwas auf die Beine stellen. Auch wenn es erstmal nur eine Kleinigkeit ist, ist es der erste Schritt um etwas zu verändern.

      Es könnte alles viel leichter sein, aber wir machen es uns kompliziert. Warum auch immer…

    • Marion sagt:

      Hallo Jason,

      danke für deinen Kommentar. Ich habe genau dasselbe gedacht, dass wir auch darauf aufmerksam machen sollten, wo sonst noch überall Menschen leiden und sterben, und wie diese Dinge zusammen hängen. Wie es kommt, dass diese Anschläge überhaupt passiert sind…

      Dass jemand mit 14 Jahren dies dann anspricht, gibt mir viel Hoffnung für die Welt. Dass da eine Generation nachkommt, die das bisherige Spiel vielleicht nicht mehr mitmacht? Denn bisher gibt es leider immer noch zu viele, die das „weiter-wie-gehabt“ unterstützen.

      Hier gibt es eine interessante Abwandlung der Rede zu den Anschlägen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=28744
      (ca. halbe Seite runterscrollen) Die wird dir vielleicht gefallen? Ich fand sie sehr gut.